Veröffentlicht am 19.05.2026
Engagement und Demokratieförderung werden häufig in einem Atemzug genannt. Aber was genau meinen wir eigentlich, wenn wir von Engagement sprechen? Und warum führen unterschiedliche Verständnisse zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft immer wieder zu Missverständnissen in der Zusammenarbeit?
In unserem Fachforum „Zusammenarbeit neu gestalten – das Demokratie-Narrativ“ nehmen wir genau diese Spannungsfelder in den Blick.
Denn auf der einen Seite steht die eher staatlich geprägte Erzählung von Engagement als „Kitt der Gesellschaft“: als Ausdruck von Solidarität und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig schwingt hier oft die Erwartung mit, dass Engagement auch dort einspringt, wo politische Lösungen fehlen – mit der Gefahr, zur Lückenbüßerin zu werden.
Demgegenüber steht ein zivilgesellschaftlich geprägtes Verständnis von Engagement als politische Selbstwirksamkeit: als Beteiligung, Mitgestaltung und das Einbringen eigener Perspektiven. Engagement ist hier ausdrücklich mehr als Ehrenamt – es ist Teil demokratischer Aushandlung.
Diese unterschiedlichen Narrative haben konkrete Folgen: für Kooperationen, für Erwartungen und für die Frage, wie viel demokratisches Potenzial in Engagement tatsächlich zur Geltung kommt.
Am 08. Juni 2026 wollen wir diese Spannungen theoretisch einordnen und gemeinsam diskutieren, wie eine klarere Positionierung aussehen kann.
Wann: 08.06.2026 | 14:00–18:00 Uhr Wo: Stadtwerkstatt, Karl-Liebknecht-Str. 11, 10178 Berlin
Programm
Teil 1: Impuls & Diskussion
Prof. Dr. Silke van Dyk (Professorin für Politische Soziologie und Direktorin des Instituts für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena) eröffnet mit einem theoretischen Blick auf die strukturellen Hintergründe eines entpolitisierten Engagementbegriffs, die dahinterliegenden Interessen und stellt dabei den Begriff Demokratie ins Zentrum. Anschließend diskutieren wir gemeinsam.
Teil 2: Vertiefende Kleingruppen
In vier thematischen Gruppen arbeiten wir weiter an zentralen Fragen:
Abschluss im Plenum
Zum Ende bringen wir die zentralen Gedanken zusammen.
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