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Neue Studie: Engagement stärkt demokratische Einstellungen

Veröffentlicht am 04.02.2026

Engagement spielt eine zentrale Rolle für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das zeigt die kürzlich veröffentlichte Studie „Engagement und politische Einstellungen“, eine Sonderauswertung der Leipziger Autoritarismus-Studie, durchgeführt von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) in Kooperation mit der Universität Leipzig.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Menschen, die sich engagieren, identifizieren sich deutlich stärker mit demokratischen Werten als der Durchschnitt der Bevölkerung. Engagement wirkt damit als wichtiger Stabilitätsfaktor für eine lebendige Demokratie.

Engagement als vorpolitischer Lern- und Erfahrungsraum

Die Studie macht deutlich, dass Engagement weit mehr ist als freiwillige Mithilfe. Es fungiert als vorpolitischer Raum, in dem Menschen demokratische Erfahrungen sammeln können:

Sie erleben Selbstwirksamkeit, kommen mit unterschiedlichen Perspektiven und Lebensrealitäten in Kontakt und üben demokratische Prozesse im Kleinen ein. Diese Erfahrungen fördern Offenheit, Dialogfähigkeit und Vertrauen – zentrale Voraussetzungen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Kein Selbstläufer: Demokratie braucht Strukturen

Gleichzeitig weist die Studie auch auf eine wichtige Herausforderung hin: Engagement ist nicht automatisch demokratisch. Auch Menschen mit autoritären oder demokratiekritischen Einstellungen beteiligen sich an freiwilligem Engagement.

Umso entscheidender sind klare Strukturen, eine reflektierte Haltung und gezielte Lerngelegenheiten innerhalb von Engagementkontexten. Sie tragen dazu bei, dass problematische Einstellungen nicht in Handlungen übergehen und Engagementräume vor antidemokratischen Einflüssen geschützt werden.

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